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Mann sein

Heute Morgen habe ich mir eine Tasse Tee gemacht und die Zeit aufgeschlagen. Im Magazin der Zeitung laß ich einen Artikel über den Personal Trainer von Caroline Beil. Das einzige was von der einstigen männlichen Dominanz über die Frau übrig geblieben wäre, sei Muskelkraft, hieß es darin. Doch diese werde nun ebenfalls regelmäßig aufgekauft, von Frauen. Als Carline Beil damit angab, sich den Trainer mit Heidi Klum zu teilen, stellte ich mir vor ich sei dieser Fitnesscoach. Zu meinem Entsetzen gefiel mir was ich vor meinem geistigen Auge sah.

Ich ging zur Arbeit, doch den ganzen Tag ließen mich meine Gedanken nicht los. Sie malmten in meinem Kopf, versuchten mir einzureden ich könne wirklich nichts besser als eine Frau. Als ich meine Arbeitsgruppe bei einem morgendlichen Vortrag begrüßte, sah ich sie mit anderen Augen.

Meine Arbeitsgruppe besteht aus sieben Frauen und mir. Jede von ihnen mit Intelligenz, Geschicklichkeit, Agilität und Willensstärke gesegnet. Als mich eine von ihnen später am Tag bat, ihr einen Karton aus einem oberen Regalfach zu reichen, dachte ich: »Herr im Himmel, es ist wahr! Wenn nicht bald etwas passiert verliert das Y-Chromosom jegliche Daseinsberechtigung.« Ich aß zur Beruhigung ein Mars. Der römische Kriegsgott in Kalorienbombenform brachte mich wieder nach vorne.

Ja, es gibt ja das Match am Wochenende. Männer gegen Frauen. Eine Möglichkeit es ihnen zu zeigen. Ein Licht am Ende der Gebärmutter. Um 20 Uhr am Samstag wird einiges wieder gerade gerückt. Wir werden einfach besser improvisieren, alles geben, den Titel holen, Gewinner sein – und dann? Vielleicht werden wir ja gemietet? Ich habe gehört, dass Heidi Klum dringend Schauspielunterricht braucht.

Eine Reaktion zu “Mann sein”

  1. Jutta Hartwig

    Hallo Jungs ihr schafft es.

    Ohne euch Männer wäre die Welt viel ärmer :-(

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