Impro in Film und Fernsehen – Teil 4

4. Februar 2016 by superadmin

Apfel Wurm Wie im wahren Impro-Leben geben die Zuschauer im Impro-Kurs von „Orange is the new black“ mal sinnvolle, mal sinnlose Vorgaben – der Moderierende sollte jedoch besser damit umgehen können als in diesem Beispiel. Es ist auch nicht besonders zielführend, die Szene durch die Vorgabe „Es muss drei Minuten dauern“ künstlich in die Länge zu ziehen. Denn sehr richtig ist der Einwand von Insassin Soso: Man sollte beim Improtheater „Transaction scenes“, also Verkaufsszenen, vermeiden. Denn die Charaktere kennen sich dann meistens nicht und reden nur über Dinge – da ist es schwer, eine emotionale Story entstehen zu lassen. Hier passiert es aber doch:

Die Autoren der Serie nutzen das Improtheater als Werkzeug zur Aussprache zwischen den beiden Hauptcharakteren. Die formal in einem Laden spielende Szene bekommt so eine emotionale Bedeutung auf metaphorischer Ebene. Besitzer und Kunde kennen sich und haben offensichtlich eine gemeinsame Vergangenheit. Genau das ist ein prima Ausweg für Improspieler, die auf der Bühne ins Stocken geraten: Dinge emotional aufladen und mit einer metaphorischen Bedeutung belegen.


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