‘Allgemein’ Category

  1. Humor kann man lernen

    April 15, 2019 von superadmin

    Im November 2018 gaben zwei Taubenhaucher auf dem 11. Forum Wissenschaftskommunikation in Bonn einen Workshop zum Thema Humor. Hier ein Bericht darüber von Franziska Schultheis.

    Uli und Gabi beim Forum Wissenschaftskommunikation

    Witz kennt keine Grenzen

    Der Workshop-Titel verrät es bereits, gleich wird es witzig – zumindest ist das die Erwartungshaltung der Teilnehmenden kurz vor Beginn. Sie sollen nicht enttäuscht werden.

    Ulrich Grünewald und Gabi Deeg vom Kölner Impro-Theater Taubenhaucher“ leiten den Workshop gemeinsam mit der Grafikerin Elke Baulig. Sie starten mit einer Lockerungsübung. Schließlich kommen hier gerade alle aus der Mittagspause, der Kreislauf muss also erst wieder in Schwung gebracht werden. Die Aufgabe: durch den Raum gehen, nicht stehen bleiben, aber niemanden umrennen. Das ist bei 30 Personen gar nicht so einfach. Auf das Kommando von Grünewald sollen alle in die Hände klatschen. So weit, so gut. Dann sollen sie sich noch drehen und auf ein weiteres Kommando hüpfen. Hüpfen, klatschen, hüpfen, drehen, hüpfen, drehen, klatschen – eine Art Tanzperformance entsteht. Aber dann wird es kompliziert: Beim Kommando »Klatschen« sollen alle hüpfen, beim Kommando »Hüpfen« drehen und bei »Drehen« klatschen. Und natürlich sollen alle auch weiterhin durch den Raum laufen. Eine Herausforderung für Sinne und Koordination und ein klarer Eisbrecher. Die Stimmung ist gut, alle sind wach und gespannt, was sie als nächstes erwartet.

    Humor spielt mit der Erwartungshaltung des Publikums

    Jetzt geht es zurück an die Gruppentische. »Humor hat was mit Erwartungshaltung zu tun«, erklärt Ulrich Grünewald und gibt einen kurzen Einblick in die Logik eines Witzes. »Er weckt Erwartungen und schmeißt sie dann über den Haufen«. Das sei das Grundschema vieler Witze und komischer Situationen. Auch das Spiel mit Doppeldeutigkeiten sei erfolgsversprechend.

    Aber kann ich meine eigene Arbeit, meine Forschung mit Humor vermitteln? Darum soll es als nächstes gehen. Die Aufgabe besteht darin, etwas Komisches an der eigenen Arbeit zu finden. Dafür teilen Grünewald und Deeg Karten aus, auf denen die Teilnehmenden ihre Tätigkeit mit wenigen Worten beschreiben sollen. Dann sollen sie dies aus der Sicht verschiedener Personengruppen tun. Meine Mutter denkt … Meine Freunde denken … Die Öffentlichkeit denkt …. Was ich wirklich mache …. Die Teilnehmenden füllen die Karten aus. Wo eben noch laut gelacht und geklatscht wurde, ist es plötzlich mucksmäuschenstill. Alle sind vertieft in die ungewohnte Beschreibung ihrer Arbeit. Grünewald erklärt erneut, wie der Witz hier wirkt: Stereotype aufgreifen und verknappen, so entstehen komische Situationen.

    Im Workshopraum

    Und: Was für uns völlig normal erscheint, ist für andere oft witzig. Das wichtigste dabei sei natürlich, die Zielgruppe im Auge zu haben, ergänzt Gabi Deeg. Das Offensichtliche »reicht auch oft. Nehmt die obersten, ersten Assoziationen. Denn die haben die meisten anderen auch und darüber können dann auch die meisten lachen«, sagt Gabi Deeg. Das zeigt sich auch bei dieser Übung. Manche glauben, ihr Beruf habe kaum Potenzial für einen Witz. Doch siehe da, beim Vortragen der ausgefüllten Karten gibt es zahlreiche Lacher.

    Vom Workshop zum Witzelabor

    Im nächsten Schritt sammelt die Grafikerin Elke Baulig die Karten ein. Sie wird sie als kleine Comics zeichnen. Illustration plus Wortwitz ergibt ein noch größeres Spektrum an Möglichkeiten, um die eigene Arbeit humorvoll zu vermitteln. Bauligs Zeichnungen verfehlen ihre Wirkung nicht, die Stimmung im Raum wird immer ausgelassener. Und so sind alle hochmotiviert, als es an die letzte Aufgabe geht: Einen eigenen Witz entwickeln und diesen auch zeichnerisch umsetzen. Emsig zeichnen die Anwesenden drauf los und übertreffen sich mit Einfällen und Wortschöpfungen. Eine Teilnehmerin freut sich: »Voll cool, wir haben einen eigenen Witz gezeichnet.« Die Motivation ist groß: »Okay, weiter, wir schreiben noch einen Witz.«

    Die Ergebnisse an der Stellwand

    Am Ende hängen die Ergebnisse an großen Stellwänden im Raum. Eine kleine Witze-Ausstellung. Die Teilnehmenden schauen sich ihre Ergebnisse an. Sie sind sichtlich stolz und überrascht, was sie in nur 90 Minuten geschafft haben und wie viel humoristisches Potenzial auch in ihrer Arbeit schlummert. Ein Witz hat es den meisten besonders angetan: Geht ein Computer in eine Kneipe und sagt »Bitte ein Bit!« – vielleicht schon bald ein Klassiker in der Community?

    Gabi Deeg ist Teil des Ensembles des Kölner Improvisationstheaters Taubenhaucher. Sie ist auch als Autorin tätig und schreibt Kinder- und Jugendbücher.
    Ulrich Grünewald ist Wissenschaftsjournalist, Medientrainer und ebenfalls Taubenhaucher.
    Elke Baulig ist Grafikerin und Illustratorin. Unter anderem illustriert und animiert sie für die Wissenssendungen »Quarks« (WDR) und »Quiz des Menschen« (ARD).


  2. Wissenschaft und Improtheater

    Februar 12, 2019 von superadmin

    Uli spielt gerne mal mit sich selbst – hier in Bremen bei „Explore Science“ – Foto: Klaus Tschira Stiftung

    Wissenschaft und Improtheater – das verknüpfen wir als Wissenschafts-affines Impro-Ensemble miteinander in unserem Angebot „Science Impro„. Interessant ist das für alle Forschungsinstitute, Wissenschafts- oder Bildungsverbände und forschende Unternehmen.

    Nach einem von uns konzipierten Workshop zum Thema „Humor“ hat „Wissenschaft im Dialog“ – die Initiative der deutschen Wissenschaft – bei unserem Ensemblemitglied Uli interwiewt. Das Ergebnis lesen Sie hier.


  3. Schnick-Schnack-Schnuck mit einem Schwein

    Februar 7, 2019 von superadmin

    Schnick, Schnack, Schnuck:Noppes und die Taubenhaucher


    Am 2. und 3. Februar 2019 bekamen wir tierischen Besuch – das Schwein Noppes Mausezahn ging mit uns auf die Bühne und räumte als „Professor Einschwein“ gleich den Titel der „Superszene“ ab. Noppes gewann mühelos jeden Niederstarr-Wettbewerb und konnte auch beim Schnick-Schnack-Schnuck überzeugen. Gegen seinen „Stein“ waren wir Menschen mit „Schere“ einfach machtlos.

    Fabiana, Noppes und Uli

    Und bei der sonntäglichen Kindershow schlüpfte Noppes in die Rolle des Polizisten Töfftöff, der seinen ersten Fall bravorös löste. 


  4. Auf zu den Sternen!

    September 19, 2018 von superadmin

    Die Taubenhaucher greifen zu den Sternen – (c) Taubenhaucher

    Am 21. Oktober 2018 um 12 Uhr spielen wir eine improvisierte Show für Kinder ab sechs Jahren. Und zwar nicht irgendwo, sondern im Zeiss Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg!

    Dabei handelt es sich um das größte Planetarium in Zentraleuropa, der Planetariumssaal verfügt über 307 Plätze und hochmoderne Technik. In diesem Saal ist die gesamte Decke eine riesige Projektionsfläche für den Sternenhimmel, Planeten und neue Welten. In diesem Saal spielen wir eine kosmische Show namens „Kometen und Kaubonbons“. Weitere Informationen gibt es hier. Wir freuen uns galaktisch!


  5. Science Impro bei Haribo

    April 8, 2018 von superadmin

    Vom 07.09. bis 10.09.2017 fand die zweite Dr. Hans Riegel-Akademie statt. Mit unserem Science-Impro-Auftritt haben wir die Veranstaltung für Nachwuchsforscher aufgelockert – im stylischen „BaseCamp“ in Bonn.


  6. Impro im alten Bundestag

    Juni 28, 2017 von superadmin

    Die Taubenhaucher auf dem Zukunftskongress


    So sieht die Zukunft aus!
    Nun ja, nicht wirklich. Der Kraft-Anzug, der Alters-Anzug und die VR-Brille wurden beim Zukunftskongress des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am 26. und 27.6. 2017 in Bonn vorgestellt. Jeder Kongressbesucher konnte sich über neue Entwicklungen informieren – getreu dem Motto „Technik zum Menschen bringen“.

    Die Taubenhaucher haben die Tagung mit einer Science-Impro-Show im alten Plenarsaal, wo der Bundestag von 1992 bis 1999 tagte, aufgelockert.

    #plenarsaalbonn #Plenarsaal #Zukunftskongress #bonn

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  7. Die Taubenhaucher im Bundestag

    Mai 17, 2017 von superadmin


    Wie interagieren Mensch und Technik in Zukunft? Damit beschäftigt sich der Zukunftskongress des Bundesministerium für Bildung und Forschung am 26. und 27. Juni 2017. Auch dabei: Die Taubenhaucher.

    Im alten Plenarsaal des Bundestages, genauer gesagt im „World Conference Center Bonn“ werden an den beiden Kongresstagen Themen wie Digitale Gesellschaft, intelligente Mobilität und Gesundes Leben diskutiert – von Experten aus Politik, Forschung und Praxis. Alle Interessierten können sich hier anmelden. Wir sind gespannt!


  8. Die Europa-Mottoshow

    April 26, 2017 von superadmin

    Die Europa-Impro-Show im April 2017 entführte unsere Gäste in das beschauliche südfranzösische Dorf Coqauvin. Im Schloss von Madame Poisson wurden Herzen gebrochen – und kamen wieder zusammen.

    Ganz besonders romantisch wurde es beim „ersten Kuss“ – dazu kam ein frisch verheiratetes Paar auf die Bühne, die tagsüber (nachträglich) ihre Junggesellen-Abschiede gefeiert hatten. Die beiden dirigierten per Rassel („Stimmt!“) und Hupe („Falsch!“) die Darsteller, bis diese den ersten Kuss des Paares originalgetreu nachgespielt hatten.

    Letztendlich hieß es wieder „Eurovision Song Contest“ – mit einer emotionalen Ballade konnte sich Ivan aus Kasachstan gegen die Schweiz und das Duo aus Italien durchsetzen.


  9. Die Taubenhaucher beim Literaturcamp Bonn #litcampBN17

    April 9, 2017 von superadmin


  10. Frau Bollmann gewinnt die Impro-Superszene

    März 12, 2017 von superadmin

    Die phänomenale Regisseurin „Frau Bollmann“ (Lena) hat am 11.3. 2017 im Bürgerhaus Kalk die Impro-Super-Szene-Show gewonnen. Wie in einer Casting-Show hatte das Publikum zuvor drei Regisseure und ihre Geschichten gnadenlos eliminiert. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen konnte sich Frau Bollmann mit Ihrem Brecht’schen Stück über Ehre, Geilheit und Köln-Chorweiler gegen die tragisch-romantische Liebesgeschichte von Julia und José aus Portugal durchsetzen und brachte die Darsteller an ihre emotionalen Grenzen. Die Zuschauer meinten:

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